Unterstützung für ‘Einsteiger*innen’

Sowohl im Internet als auch in Büchern und im ‘leibhaftigen’ Leben ist allerhand zu finden, was Interessierten den Einstieg ins ‘Veganer*innen-Leben’ erleichtert.

Im ‘leibhaftigen Leben’:

  • Überall, wo Veganer*innen und Vegan-Interessierte in Geselligkeit zusammenkommen – bei den Stammtischen, beim Gemeinsam-Kochen-und-Essen bzw. bei Essen-Mitbring-Treffen (oder für die Rohkost-Interessierten dem Gemeinsam-roh-Essen), bei den Volksküchen und Küchen-für-Alle usw. – gibt’s viele Gelegenheiten, Fragen zu stellen und Anregungen und Unterstützung zu bekommen.
  • Eine in Bremen bislang erstaunlich wenig genutzte Möglichkeit bieten die ‘Vegan Buddies’ an: Erfahrene Veganer*innen sind bereit, kostenlos ihre Beratung und Begleitung zur Verfügung zu stellen: telefonieren, treffen, gemeinsam einkaufen, kochen, Kühlschrank, Vorratsschrank und Haushalt durchschauen … Hier ist die Facebook-Seite und hier die Webseite mit der Suchfunktion nach den regionalen ‘Buddies’  – gegebenenfalls mehrere kontaktieren, weil die Liste unter Umständen nicht vollkommen aktuell ist. (Eine Facebook-Gruppe, in der sich die ‘Buddies’ untereinander austauschen können, gibt es außerdem.)
  • Außerdem bietet Bremen etliche Möglichkeiten, sich ‘professionelle’ Information und Schulung zu verschaffen in veganen Kochkursen und bei veganen Gesundheits- und Ernährungsberaterinnen. Und es gibt Bremens veganen Hausarzt.

 

Durch Bücher:
Inzwischen gibt es unglaublich viele Bücher zu diesem Thema und ich habe nicht den Ehrgeiz, hier einen repräsentativen Überblick zu geben – zumal ständig neue erscheinen … Hier kommen jetzt einfach ein paar, die mir oder anderen Gruppenmitgliedern von ‘Bremen is(s)t vegan‘ ganz besonders hilfreich waren, als wir angefangen haben mit unserer Umstellung. Dabei sind welche, die mehr auf die ethischen Hintergründe der Entscheidung für’s ‘Vegan-Sein’ eingehen und andere, wo’s mehr um Ernährungswissen geht oder um Rezepte, und manche verbinden das auch … Ich verlinke mit jedem genannten Buch die Verlagsvorstellung/Webseite/eine Rezension o.ä., daraus könnt ihr Näheres entnehmen (häufig sind dort auch Leseproben eingestellt). Bücher, die mit Sternchen (*) gekennzeichnet sind, können bei der Stadtbibliothek Bremen ausgeliehen werden.

 

Im Internet:

  • Im Netz sind zahlreiche Webseiten mit Anhaltspunkten für die Umstellung auf ein veganes Leben zu finden, besonders empfehlenswert findet Julia die ‘Einsteigertipps’ von ‘Achtung Pflanzenfresser’.
  • Meine (Doris) persönlichen ‘Wegbereiter’ und ‘Fremdenführer’ ins ‘Vegane’ waren Facebookseiten. Anfangs eher die großen überregionalen, das mit den regionalen kam erst später. Überregionale gibt es unzählige. Es gibt welche mit deutlichem Schwerpunkt auf Essensfotos und Rezepten  – bei ‘Ich packe auf mein veganes Tellerchen’ (mit unglaublichen mehr als 36.000 Mitgliedern) beispielsweise sind alle anderen Themen ausdrücklich unerwünscht. Und welche, die zur Diskussion über allgemeine vegane Themen gedacht sind, wie etwa der ‘Tellerchen-Debattierclub’ (mit fast 9000 Mitgliedern). Und außerdem jede Menge zu speziellen Interessensgebieten – vegane Bekleidung, vegane Kosmetik, vegane Haustiere und viele viele mehr. Ich habe damals ‘irgendwo’ angefangen und bin dann allmählich vom Einen zum Anderen gelangt. Der Vorteil dieser großen Gruppen ist, dass es in der Regel bei jeder dort eingestellten Frage nur kurze Zeit dauert, bis in den Kommentaren die ersten Antworten erscheinen – viele Mitglieder, viele Schlauköpfe. Als Nachteil empfinde ich es, dass man häufig ein bisschen ein ‘dickes Fell’ braucht – man muss auf harsche und unfreundliche Kommentare gefasst sein, denn nicht alle der teils langfristigen Gruppenmitglieder haben ausreichend Geduld mit ‘Anfänger*innen’, und es gibt auch immer wieder richtig streitlustige …
    Das passiert in unseren regionalen Facebookgruppen meiner Erfahrung nach eher weniger (da braucht man schon ein bisschen Pech, um an eine unerfreuliche Antwort zu geraten). Und je größer die beiden großen werden – Bremen is(s)t vegan und Bremen Vegan – umso seltener kommt es auch hier vor, dass eine dort eingestellte Frage unbeantwortet bleibt. Die beiden großen Gruppen sind für sämtliche veganen Themen offen, besonders, wenn diese einen Bezug haben zu Bremen und Umgebung. Und wer dort Gruppenmitglied ist und einigermaßen regelmäßig ‘mitliest’, bekommt mit der Zeit einen ganz guten Überblick über das vegane Geschehen in der Region und auch ‘allgemein’ und bleibt über dessen Entwicklungen mehr oder weniger auf dem Laufenden. Der Themenschwerpunkt der kleineren Gruppen ist jeweils aus ihrem Namen und ihrer Beschreibung zu erkennen.
  • Etwas unaufgeregter und gemächlicher geht es in den Blogs zu, denen ‘Einsteiger*innen’ auch viel Hilfreiches entnehmen können. Bremen hat eine ganze Menge reizvoller Blogs, die hier aufgelistet sind und kurz vorgestellt werden. Bei (fast) allen geht es um Rezepte, manche haben weitere Schwerpunkte wie Gastronomie, ‘Lifestyle’, Haushalt, Familienleben … Die meisten (nicht alle) haben sowohl eine Facebook- als auch eine Webseite und bieten die Möglichkeit, sie zu ‘abonnieren’ – damit könnt Ihr sicherstellen, dass Ihr bei Euren Lieblings-Blogs keinen neuen Beitrag verpasst. (Von den überregionalen Vegan-Blogs fange ich hier ihrer unfassbaren Menge wegen erst gar nicht an – wenn Ihr ein bisschen im Internet ‘unterwegs’ seid, werden Euch nach und nach welche begegnen. Wenn Ihr an einem bestimmten Thema besonderes Interesse habt, fragt in ‘Euren’ Facebookgruppen nach Hinweisen auf entsprechende Blog-Adressen.)
  • Und dann gibt es noch regelrechte ‘Programme’ auf den Webseiten verschiedener großer Institutionen, die ‘Anfänger*innen’ den Einstieg ins vegane Leben erleichtern wollen:
    Der VEBU-Vegetarierbund Deutschland bietet einen ’30-Tage-Veggie-Schnupperkurs’ an, bei dem Interessierten ‘kostenlos und unverbindlich’  30 Tage lang jeden Tag eine eMail mit Rezepten und Informationen zur ‘vegan-vegetarischen’ Lebensweise zugesandt wird. (Ich habe diesen ‘Kurs’ nicht mitgemacht, habe aber die Hoffnung, dass das Wort ‘vegetarisch’ hier nur deswegen verwandt wird, um niemanden zu ‘verschrecken’).
    Ein ähnliches Angebot macht Peta2 – Animal Liberation!. Ihr ’30 Tage Vegan-Kickstart’ (zielt eindeutig auf ‘vegan’ ab und) bietet ebenfalls eine kostenlose und unverbindliche Unterstützung mittels eMails an (allerdings kommen die nur alle zwei, drei Tage), die (Zitat:) “Dich mit vielen Tipps und Infos begleiten und Dir somit die veganen Schnupper-Tage zu Schlemmer- und Wohlfühltagen machen! Dein Vegancoach wird Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und persönlich und schnell alle Fragen beantworten. Und nach den 30 Tagen? Das entscheidest Du!”
    Nicht für einen Monat, sondern für eine Woche gedacht ist die ‘Vegan Taste Week’, deren Webseite die ‘Albert Schweitzer Stiftung’ zum Welt-Vegan-Tag am 1. November 2014 in Betrieb genommen hat, ebenfalls kostenfrei und unverbindlich. Auch hier gibt es Hintergrundinformationen, Rezepte, Empfehlungen … Wer hier mitmachen möchte, hat Zugang über die Vegan-Taste-Week-Webseite und über die -Facebookseite.